Kam grad per Mail:
Ich zwinge mich die Augen zu öffnen und blicke zuerst auf eine Packung Aspirin und ein Glas Wasser auf dem Nachttisch.
Langsam setz ich mich auf und schaue mich um.
Ich bin zu Hause.
Auf einem Stuhl ist meine gesamte Kleidung, schön zusammengefaltet.
Ich sehe, dass im Schlafzimmer alles sauber und ordentlich aufgeräumt ist.
Ich nehme das Aspirin und entdecke einen Zettel auf dem Tisch:
“Liebling, das Frühstück steht in der Küche, ich bin schon früh raus, um einkaufen zu gehen. Ich liebe Dich!”
Also geh ich in die Küche und tatsächlich – da steht ein fertig gemachtes Frühstück, und die Morgenzeitung liegt auf dem Tisch.
Außerdem sitzt da meine Tochter und isst.
Ich frage sie: “Mädchen, was ist gestern eigentlich passiert?”
Sie sagt: “Tja, Paps, Du bist um drei Uhr früh heimgekommen, total besoffen und eigentlich schon halb bewusstlos.
Du hast ein paar Möbel demoliert, in den Flur gekotzt und hast Dir fast ein Auge ausgestochen, als Du gegen einen Türgriff gelaufen bist.”
Verwirrt frage ich weiter:
“Und warum ist dann alles hier so aufgeräumt und das Frühstück auf dem Tisch?”
“Ach das!” antwortet sie, “Mama hat Dich ins Schlafzimmer geschleift und aufs Bett gewuchtet, aber als sie versuchte, Dir die Hose auszuziehen, hast Du gesagt: ‘Hände weg, Du Schlampe, ich bin glücklich verheiratet.’”
Ausführliches Besäufnis: 100 Euro
Kaputte Möbel: 250 Euro
Frühstück: 10 Euro
Im richtigen Moment das Richtige sagen:
UNBEZAHLBAR
Von einem meiner Kollegen, klingt Artverwandt:
Ein Junge, gerade 18 geworden, will nun mal richtig auf den Putz.
Er spricht mit seinen Eltern: „Heute will ich mal richtig auf den Putz hauen.“
Eltern: „Kein Problem Junge“.
Junge: „Es könnte aber auch spät werden.“
Eltern: „Auch kein Problem.“
Junge: „Ich würde auch wahrscheinlich ordentlich tanken.“
Eltern: „Junge, viel Spass!“
Am nächsten morgen wacht er auf, keine Erinnerung und grün und blau geprügelt. Er geht nach unten, seine Eltern sitzen am Frühstückstisch, lange Gesichter.
„Mutter, was ist los? Wer hat mich so verprügelt?“
Die Mutter schweigt und nickt zum Vater rüber.
„Vater, wir haben doch drüber gesprochen, warum verprügelst du mich dann noch?“
Vater: „Mein Junge, das du um 4 Uhr morgens Sturm klingelst und gegen die Tür hämmerst, kann man drüber reden. Du mir nach dem öffnen Prügel androhst, kann man drüber reden. Das du den Flur und das Badezimmer vollkotzt, auch darüber kann man reden.
Aber das du ins Wohnzimmer kackst, Salzstangen reinsteckst und sagst „Der Igel wohnt jetzt hier“, das war zu viel!