[V] DLNA Server – Grundinstallation

Die Debian Grundinstallation

Hier behandele ich die Installation von Debian 5 mit allen nötigen Paketen für das Projekt.

Ich habe mich für ein Debian entschieden, da man mit dem apt Packaging System so ziemlich alles, was man für die Grundinstallation braucht fertig bekommt.
Inklusive der WLAN Treiber, die sonst eher umständlich zu bekommen sind.

Für die Installation nimmt man am besten einen USB Stick, liegt eh am nächsten, da zumindest ich kein SATA oder USB cd-rom Laufwerk zuviel hab.

Am einfachsten (mit nur zwei Klicks) bereitet man so einen USB Stick mit dem grandiosen Tool UNetbootin vor.
Einfach Debian 5/lenny Netinstall auswählen und in 5min ist man fertig.
Alternativ könnt Ihr halt auch die Businesscard Version runterladen und auf eine cd brennen.

Ich werde aber weiterhin von meiner USB Stick Variante ausgehen 🙂

Wenn man jetzt von dem Stick bootet hat man die Platte als /dev/sda und den Stick als /dev/sdb
Das wird sich am Schluss aufgrund von dummem Debian noch als Problem rausstellen, aber dazu später mehr.

Jetzt macht man eine komplett minimale Grundinstallation des Debian Systems.
Ohne irgendwelche Paketauswahlen.

Man bootet den Stick und wählt

1 Install

Dann muss man Sprache und Tastaturlayout auswählen

German als Sprache

Deutschland als Gebiet

Deutsch als Tastaturlayout

Meine österreichischen Freunde dürfen auch gerne Österreich auswählen.

Als nächstes wird das Netzwerk konfiguriert.
Das sollte entweder automatisch per DHCP gehen oder Ihr gebt die Einstellungen manuell ein.

Danach fragt das System euch nach dem nächsten Spiegelserver.
Hier solltet Ihr einen nehmen, der möglichst nahe an eurem Standort ist.
Bei mir ist das die RWTH Aachen.

Die Proxyeinstellungen werden die meisten Leute wohl leer lassen.

Die Partitionierung könnt Ihr auch machen wie Ihr wollt.
Ich hab immer gerne ein möglichst großes /home und den Rest in /

Hier muss man bedenken, dass die Logfiles u.a. in /var liegen und dieses Verzeichnis dadurch recht groß werden kann.
Auch liegen in /var diverse andere große Ordner, wie z.B. der apt cache.
Mit einem 5GB großen / kommt man aber recht weit.

Da mldonkey und ps3mediaserver später unter eurem User laufen und innerhalb des Homedirs verweilen, ist ein goßes /home Pflicht.

Bei meiner 320GB Platte habe ich es so gemacht:

Dateisystem          Größe Benut  Verf Ben% Eingehängt auf
/dev/sda1             6,5G  2,3G  3,9G  37% /
tmpfs                 497M     0  497M   0% /lib/init/rw
udev                   10M  524K  9,5M   6% /dev
tmpfs                 497M     0  497M   0% /dev/shm
/dev/sda6             285G   96G  175G  36% /home

Bei meiner Test-VM habe ich es jetzt so gemacht:

Im Anschluss lädt das System ein wenig Zeug aus dem Internet und präsentiert euch dann die Paketselektionen.

Hier wählt Ihr komplett alles ab.
Standard System, Desktop-Umgebung, alles.

Das System will noch den Bootloader in den MBR schreiben und startet dann irgendwann neu.

Im Anschluss installiert ihr per

apt-get install ssh

den SSH daemon und könnt euch im von da an bequem vom Rechner über Netzwerk einloggen.

Jetzt kommt das Problem mit dem USB Stick, von dem ich anfangs sprach, zumindest war es bei mir so.

Aber jetzt wo ich drüber nachdenke, hab ich glaub ich einfach nur grub in den MBR vom USB Stick installiert 🙂

In /boot/grub/menu.lst stand bei mir der USB Stick als Bootmedium.

## ## End Default Options ##
title Debian GNU/Linux, kernel 2.6.32-bpo.3-686
root (hd1,0)
kernel /boot/vmlinuz-2.6.32-bpo.3-686 root=/dev/sdb1 ro
initrd /boot/initrd.img-2.6.32-bpo.3-686
title Debian GNU/Linux, kernel 2.6.32-bpo.3-686 (single-user mode)
root (hd1,0)
kernel /boot/vmlinuz-2.6.32-bpo.3-686 root=/dev/sdb1 ro single
initrd /boot/initrd.img-2.6.32-bpo.3-686
title Debian GNU/Linux, kernel 2.6.26-2-686
root (hd1,0)
kernel /boot/vmlinuz-2.6.26-2-686 root=/dev/sdb1 ro
initrd /boot/initrd.img-2.6.26-2-686
title Debian GNU/Linux, kernel 2.6.26-2-686 (single-user mode)
root (hd1,0)
kernel /boot/vmlinuz-2.6.26-2-686 root=/dev/sdb1 ro single
initrd /boot/initrd.img-2.6.26-2-686

Das suckt aktuell hart, nach jedem Kernelupdate muss ich die Werte auf hd(0,0) und /dev/sda umschreiben, ansonsten bootet die Kiste nicht 🙂
Falls wer weiss, wo Debian diese Werte gespeichert hat, nur her damit.
Guckt aber einfach mal vorm USB Stick ausstecken in die /boot/grub/menu.lst

Die Softwareinstallation

Jetzt braucht die Kiste einen Haufen Software, allem voran der Backports Kernel, darin gibts nämlich das 802.11n Atheros Kernelmodul.

Zusätzlich brauchen wir auch noch diverse mplayer Pakete u.ä.
Die gibts beim Debian-Multimedia Projekt.

Um an diese Pakete zu kommen, müsst Ihr die /etc/apt/sources.list wie folgt ergänzen:

# Backported packages for Debian Lenny
deb http://www.backports.org/debian lenny-backports main contrib non-free
deb http://www.debian-multimedia.org lenny main non-free

Zusätzlich müsst ihr für Java bei den offiziellen Repositorys die non-free Pakete einbeziehen.

Meine sources.list sieht jetzt wie folgt aus:

deb http://ftp.informatik.rwth-aachen.de/ftp/pub/Linux/debian/ lenny main non-free
deb-src http://ftp.informatik.rwth-aachen.de/ftp/pub/Linux/debian/ lenny main non-free
deb http://security.debian.org/ lenny/updates main non-free
deb-src http://security.debian.org/ lenny/updates main non-free
deb http://volatile.debian.org/debian-volatile lenny/volatile main non-free
deb-src http://volatile.debian.org/debian-volatile lenny/volatile main non-free
deb http://www.debian-multimedia.org lenny main non-free
deb http://www.backports.org/debian lenny-backports main contrib non-free
Danach ein “apt-get update” und Ihr wundert euch.

W: GPG error: http://www.debian-multimedia.org lenny Release: Die folgenden Signaturen konnten nicht überprüft werden, weil ihr öffentlicher Schlüssel nicht verfügbar ist: NO_PUBKEY 07DC563D1F41B907
W: Probieren Sie »apt-get update«, um diese Probleme zu korrigieren.

Blöd.
apt-get update geht nämlich nicht 🙂
Die FAQ auf debian-multimedia.org sagt dazu folgendes:

Q. Why apt-get doesn’t find this public key : NO_PUBKEY 07DC563D1F41B907 ?
A. Install the debian-multimedia-keyring package with “dpkg -i debian-multimedia-keyring_2008.10.16_all.deb” (click on the link above to download the package).
And then do an ‘apt-get update’.

Also machen wir das und schon gehts.

Das könnte jetzt fast funktionieren, hätte ich nicht ein paar .deb Pakete von Hand gezogen.

Abhilfe schafft folgendes:

wget http://downloads.sourceforge.net/zenlib/libzen0_0.4.14-1_i386.Debian_5.deb

dpkg -i libzen0_0.4.14-1_i386.Debian_5.deb

wget http://downloads.sourceforge.net/mediainfo/libmediainfo0_0.7.35-1_i386.Debian_5.deb

dpkg -i libmediainfo0_0.7.35-1_i386.Debian_5.deb

wget http://downloads.sourceforge.net/mediainfo/mediainfo_0.7.35-1_i386.Debian_5.deb

dpkg -i mediainfo_0.7.35-1_i386.Debian_5.deb

Guckt ggf. mal auf mediainfo.sourceforge.net ob es neuere Pakete gibt.

Da ich nicht mehr weiss, was ich alles so im Juli installiert habe, hab Ich eine Liste der installierten Pakete gezogen.
Ihr braucht eh alles.
Die Installation geht wie folgt:

wget http://www.myangelone.de/files/pakete
apt-get install `cat pakete`

Das sind die Hochkommata neben Backspace…

Ggf. bekommt Ihr eine Meldung wie diese:

E: Konnte Paket linux-image-2.6.32-bpo.3-686 nicht finden

Das liegt daran, dass im Backports Repository mittlerweile eine Version 3 vorliegt und die Ihr ePaketlisten nicht sauber pflegen.

Daher weiss das System nicht, dass es statt der linux-image-2.6.32-bpo.3-686 die linux-image-2.6.32-bpo.4-686 nehmen soll.

Guckt einfach mit “apt-cache search linux-image bpo” nach, welche Version aktuell ist und ändert die Zeile in der “paket” Datei die Ihr gezogen habt.

Wenn alles klappt, gibts folgende Meldung beim Install:

Die folgenden zusätzlichen Pakete werden installiert:

libbind9-50 libdns55 libisc52 libisccc50 libisccfg50 liblwres50 libuuid-perl linux-base mailx mplayer sgml-base ttf-dejavu ttf-dejavu-extra wbritish xml-core

Vorgeschlagene Pakete:

aspell-doc spellutils ekiga ohphone twinkle kphone asterisk-doc asterisk-dev asterisk-h323 autobook autoconf-archive autoconf-doc autoconf2.13 gnu-standards avahi-autoipd binutils-doc bzip2-doc cpp-doc gcc-4.3-locales dh-make www-browser postscript-viewer defoma-doc dfontmgr

[…]

sun-java6-fonts ttf-arphic-uming texinfo-doc-nonfree texlive-base texlive-generic-recommended texlive-latex-base libmyodbc odbc-postgresql libct1 mozilla-plugin-vlc videolan-doc w3m-img menu w3m-el migemo

Empfohlene Pakete:

libft-perl exim4 mail-transport-agent

Die folgenden Pakete werden ENTFERNT:

rsyslog

Die folgenden NEUEN Pakete werden installiert:

[…]

x11proto-randr-dev x11proto-render-dev x11proto-xext-dev x11proto-xinerama-dev xfonts-encodings xfonts-utils xml-core xtrans-dev xvid4conf yasm zlib1g-dev

0 aktualisiert, 506 neu installiert, 1 zu entfernen und 0 nicht aktualisiert.

Es müssen 284MB an Archiven heruntergeladen werden.

Nach dieser Operation werden 787MB Plattenplatz zusätzlich benutzt.

Möchten Sie fortfahren [J/n]?

Auf gehts! “J” drücken und warten.

Evtl. gibts ne Meldung, dass ein Paket nicht geladen werden konnte.

Dann wurde das wärend des Downloads geändert.

Einfach nochmal ein

apt-get update

apt-get  upgrade

apt-get install ´cat pakete´

Sollte dann gehen.

Im Anschluss gehts ab, Ihr müsst diverse Pakete konfigurieren.

z.B. Mailserver, dyndns, hddtemp

Dyndns könnt ihr wegklicken wenn Ihrs nicht braucht.

Danach die Java EULA akzeptieren (nachdem Ihr die komplett gelesen habt :)).

Beim Linux-base blabla weiterklicken.

Danach sollte die Installation irgendwann fertig sein.

Wenn Ihr jetzt rebootet, startet Ihr im Backports Kernel, der das ath9k Modul für die Atheros Karte direkt geladen hat.

Der DHCPD wird failen, das liegt daran, dass er noch nicht konfiguriert ist.
Kein Problem, kommt noch.

Als nächstes geht es daran, den Server halbwegs fertig zu kriegen.

Getan werden muss folgendes:

  • Die WLAN Kart einstallieren
  • Samba konfigurieren
  • Den DHCP Server konfigurieren
  • pppoe ans laufen kriegen für DSL
  • Routing aktivieren

Das steht in Teil 3 des Tutorials

Danach kommt  folgendes:

  • asterisk installieren
  • hostapd wlan access point installieren
  • ps3mediaserver installieren

Ersma n Bier trinken…

…zum dritten Teil

Comments on this post

  1. Xiider

    Hoi, doch, genau das wollte ich^^
    Ich überlege, ob ich, wenn ich es mal gemacht habe, ein komplettes Video-Tut mache!
    Den Link werde ich dir sagen, wenn ich es mache (-;

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